Lubeck
Lubeck, Germany

Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Lübeck – Präzision für den Baugrund

Lübecks Altstadt steht auf einem Untergrund, der noch die Spuren der letzten Eiszeit trägt. Die sandigen und kiesigen Ablagerungen der Weichsel-Kaltzeit prägen weite Teile des Stadtgebiets, doch dazwischen liegen immer wieder Beckenschluffe und organische Linsen. Gerade im Bereich der Wakenitz-Niederung oder entlang der Trave trifft man auf inhomogene Auffüllungen, die Jahrhunderte alt sind. Wer hier verdichtet, muss wissen, was der Boden wirklich trägt. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liefert genau diese Gewissheit. Sie misst direkt an der Einbaustelle, ob der Sollwert erreicht ist. Ergänzend ziehen wir bei schwierigen Schichtwechseln den Proctorversuch als Referenz heran, um den Verdichtungsgrad zuverlässig zu bewerten. In einer Stadt mit 216.000 Einwohnern und einer mittleren Jahrestemperatur von 8,5 °C, wo feuchte Herbstmonate die Regel sind, ist die zeitnahe Prüfung direkt hinter der Walze entscheidend, bevor Niederschläge die obere Lage wieder aufweichen.

Die Dichte des eingebauten Bodens ist der direkteste Indikator für die Tragfähigkeit – eine Zahl, die über Nachhaltigkeit und Sicherheit entscheidet.

Arbeitsumfang in Lubeck

Bei einer aktuellen Baumaßnahme an der Travemünder Allee zeigte sich das Problem deutlich: Der anstehende Geschiebemergel war unter einer 60 cm starken Sandauffüllung nicht gleichmäßig verdichtet. Mit fünf Prüfpunkten in einem 200 Quadratmeter großen Baufeld konnten wir die Schwachstellen identifizieren, noch bevor die Bodenplatte betoniert wurde. Das Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 ist dafür ideal, weil es ohne Strahlungsquelle arbeitet und auch bei beengten Verhältnissen zwischen Altbauten einsetzbar ist. Die Kombination aus dem Sandkegelversuch und einer begleitenden Korngrößenanalyse schafft Klarheit über die Verdichtbarkeit des eingebauten Materials. So lassen sich Nachverdichtungen gezielt anordnen, ohne dass ganze Lose pauschal nachgewalzt werden müssen.
Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Lübeck – Präzision für den Baugrund
Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Lübeck – Präzision für den Baugrund
ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18125-2 (Sandkegelverfahren)
GerätSandkegelgerät mit kalibriertem Prüfsand
MessbereichBis 30 cm Tiefe, abhängig von Größtkorn
Anwendbare BödenGrob- und gemischtkörnige Böden bis 63 mm
Prüfdauer pro PunktCa. 15 bis 20 Minuten
Verdichtungsgrad DPrBezug auf Proctorwerte nach DIN 18127
KalibrierintervallSandvolumenkontolle alle 50 Prüfungen

Typische technische Herausforderungen in Lubeck

Die RAP Stra 15 schreibt für den Erdbau klare Verdichtungsgrade vor, die in Lübeck wegen der heterogenen Baugrundverhältnisse nicht immer auf Anhieb erreicht werden. Die größte Gefahr liegt in unentdeckten Fehlstellen innerhalb einer Lage, die den Sollwert im Mittel zwar bestehen lassen, aber lokal Setzungen verursachen. Dieses Risiko wird durch die stark wechselnde Bodenfeuchte in der Hansestadt noch verschärft. Feuchte, bindige Einschlüsse täuschen beim Walzengang oft eine ausreichende Steifigkeit vor, die nach Austrocknung zum Kollaps führt. Mit dem Sandkegelverfahren wird die Dichte punktgenau erfasst und mit der im Labor ermittelten Proctordichte ins Verhältnis gesetzt. So werden kritische Bereiche, etwa im Traveübergang oder auf den Hochwasserschutzanlagen, mit der geforderten Verlässlichkeit kontrolliert. Die Akkreditierung unseres Prüflabors nach DIN EN ISO/IEC 17025 stellt sicher, dass die Messwerte vor jedem Bauherrn und Prüfingenieur Bestand haben.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

Anwendbare Normen: DIN 18125-2, DIN 18127, RAP Stra 15, DIN EN ISO/IEC 17025

Unsere Leistungen


Unsere Prüfleistungen rund um die Felddichtebestimmung in Lübeck umfassen mehr als den reinen Sandkegelversuch. Wir decken die gesamte Kette von der Voruntersuchung bis zur Abnahmedokumentation ab:

Felddichtebestimmung mit Dokumentation

Durchführung des Sandkegelversuchs nach DIN 18125-2 direkt auf Ihrer Baustelle im Lübecker Stadtgebiet. Inklusive Auswertung, Berechnung des Verdichtungsgrades und Übergabe eines normkonformen Prüfberichts.

Kombinierte Verdichtungskontrolle

Abstimmung der Feldversuche mit begleitenden Proctorversuchen im Labor. Auf Wunsch ergänzen wir das Prüfprogramm durch Plattendruckversuche für ein vollständiges Bild der Tragfähigkeit.

Häufige Fragen

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Lübeck?

Für eine standardmäßige Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Lübeck liegen die Kosten je nach Prüfaufwand typischerweise zwischen 100 und 120 Euro pro Messpunkt. Der Preis versteht sich inklusive Anfahrt, Kalibrierung des Gerätes und Auswertung vor Ort.

Wann ist das Sandkegelverfahren dem Plattendruckversuch überlegen?

Das Sandkegelverfahren misst die Dichte direkt und liefert einen klaren Wert für den Verdichtungsgrad. Bei grobkörnigen Böden, wie sie in den Sanderflächen östlich von Lübeck vorkommen, ist es oft genauer als eine indirekte Steifigkeitsmessung, weil der Plattendruckversuch auf solchen Böden zu großen Streuungen neigt.

Wie viele Prüfpunkte brauche ich auf meinem Baufeld?

Die Anzahl richtet sich nach der Baufeldgröße und der Homogenität des Bodens. Als Faustregel gilt ein Punkt pro 100 bis 200 Quadratmeter oder mindestens drei Punkte pro Einbaulage. Bei sehr heterogenen Auffüllungen, wie sie im Hafengebiet von Lübeck vorkommen, empfehlen wir eine engere Rasterung.

Welche Vorbereitung muss ich auf der Baustelle treffen?

Der Prüfpunkt sollte eben und frei von losem Material sein. Strom wird nicht benötigt. Wichtig ist, dass uns die Einbaudaten vorliegen: Dicke der Lage, Bodenart und der im Labor ermittelte Proctorwert. Dann dauert die Prüfung selbst nur etwa eine Viertelstunde.

Abdeckung in Lubeck